In Zeiten der Krise

Posted in Politklinik on November 20, 2008 by analytics22

schlägt eine Nuklearsupermacht mit den größten Bodenschatzreserven des Planeten einen bewährten Weg ein. Lafontaine muss verrückt vor Freude sein, und auch der Apfelholger.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,591713,00.html

Time is ticking away…

Posted in Politklinik on November 20, 2008 by analytics22

http://www.debka.com/headline.php?hid=5727

No comment.

Deppen der Woche

Posted in Deppen der Woche with tags , on November 20, 2008 by analytics22

And the Award goes to: Kim and friends.

Mehr unter: http://eisberg.blogsport.de/2007/05/28/kims-braune-freunde-die-volksgemeinschaft-nordkorea-und-ihre-rechten-fans/

Have fun.

Nach der Apokalypse

Posted in Hirnschmalz on November 19, 2008 by analytics22

Es steht schlecht um die Gattung. Rund 60 Jahre nach dem endgültigen Verrat an der Aufklärung und dem absoluten Kulminationspunkt aller bisheriger Geschichte, namentlich Auschwitz, ist das in apokalyptische Richtung reisende Menschengeschlecht wieder bereit sich in orgastische Höhen zu schwingen und den nächsten Ausflug in Pluto´s Sphär der Historie zu wagen. Und dieses Mal werden sie genauso rauschhaft an die Tat gehen auch wenn in anderer Verkleidung, man muss ja Zeitgemäß sein, Modebewusstsein zeigen. Die Dessous des Todes wechseln, der Akt bleibt der selbe. Fast. Und auch das Objekt der Begierde ist das gleiche geblieben. Schuster bleib bei deinen Leisten möchte man da sagen, wenn es nur Einen nicht so anekeln würde.

Kant war noch euphorisch, Marx noch optimistisch und Adorno zumindest noch hoffend. Aber was kommt nach der Hoffnug? Was wenn der dritte kategorische Imperativ, die Grundlage der Adornschen Hoffnung, nämlich der, welcher besagt, dass alle Verhältnisse so einzurichten sind, dass Auschwitz sich nicht wiederhole, nichts vergleichbares geschehe, ebenfalls ad absurdum geführt wird, an ihm ebenfalls Verrat begangen wird? Diese Frage ist irrelevant in dem Augenblicke in dem ihr spekulativer Charakter einem realen weicht. Wenn dies geschieht, zerbricht die Möglichkeit auf einen guten Ausgang jeglicher Historie, zerbricht die heute noch minimal vorhandene, wenn auch auf unbestimmte Zeit vertagte, Aussicht auf eine kopernikasche Wende der menschlichen Praxis, die Revolution.

Dennoch sind diese Überlegungen aus Sicht der realen und möglichen Opfer des neuerlichen Verrates des Menschen an der Menschlichkeit tertiärer Natur, unwichtig und vollkommen überflüssig. Und nur ihnen alleine sollte jegliches Handeln und Denken nach ( und vorallem vor ) der Apokalypse gewidmet werden. Es ginge dann nur noch ums nackte Überleben der Juden weltweit. Ohne Refugium, ohne organisierte Kräfte, ist diese Aufgabe monumental.

Nichtsdestotrotz, alles Denken und auch Handeln ist diesem Zwecke unterzuordnen. Wenn Auschwitz sich wiederholt, ist jegliche Tat zu unterbleiben welche auch nur den leisesten Versuch einer Revolution nach sich ziehen würde, denn dann würde man sich einer Welt gutwillig gegenüber verhalten, welche das Undenkbare zweimal zu gelassen hat. Die Revolution wird nicht mehr sein.

Das bessere Schlechte, der Kapitalismus angelsächsischer Art, wird dann das Beste, was es endgültig zu verteidigen gäbe.Und noch eines. Rache. Rache für all das was der Gattung durch die Gattung angetan wurde. Vergeltung zu üben am Feind dem es doch zu schlagen galt.

Dem Opfer zu helfen sich seiner Ehre zu vergewissern und vielleicht doch noch zurückzunehmen was seines war. Es ist keine historische Mission, kein Auftrag einer Klasse, Avantgarde oder was auch immer metaphysisch aufgeblasenes, es ist ein Handeln und Denken, dass versucht wenigstens etwas Menschlichkeit zu retten im Ozean des barbarischen Ganzen. Und vielleicht erst dadurch Raum zu schaffen, wo Hoffnung doch noch keimen möchte. Zu keimen vermag. Vielleicht.

Das Wort zum Sonntag

Posted in Politklinik, Wort zum Sonntag on November 15, 2008 by analytics22

Hat heute die Wikipedia. Thema: Jesusimitation

 

„In seiner offiziellen Biografie ist zu lesen: «Als Kim Jong Il am 16. Februar 1942 am heiligen Berg Paektu das Licht der Welt erblickte, verkündeten ein doppelter Regenbogen und ein heiliger Stern die Ankunft des Erleuchteten.»“

 

Und da sage einer noch, dass Billigimitationen nur aus China stammen.

Die Hoffnungslosigkeit des Hoffenden

Posted in Hirnschmalz on November 15, 2008 by analytics22

Eine der Untaten die man Adorno im Speziellem und den Vertretern der kritischen Theorie im Allgemeinen vorwarf, war der Tatbestand, dass man aus dem was diese Schule der Denkkunst stets hervorbrachte, nichts erbauliches hätte heraus filtern können. Eine Todsünde seit Nietzsche! Doch der Verrat am Positivismus, dessen Verfechter Heute genauso der besten aller Welten frönen wie sie das schon 1848, 1872, 1929 oder 1933 taten reicht tiefer als diese Philister sich jemals eralpträumen konnten. Indem Adorno sich jeder Hoffnung verweigert, sich jeglichem Loblied entzog, gelingt Ihm etwas ungeheuerliches, die Überwindung der Welt in ihrer absoluten Negierung. Die Erkenntnis aber, dass das gesamte Weltall von seinem doch so glänzend scheinenden Beginne, ein einziges Desaster, eine Katastrophe ohne jeglichem Sinne war bringt eine kopernikanische Wende in der Denkeskunst mit sich, wie sie seit Kants kategorischen Imperativ nicht mehr aufzutauchen wagte. Adornos Primus gilt der Vollendung des Selbigen in seiner gleichzeitigen Überwindung. Indem man die Aufklärung beim Worte nimmt muss man sie über sich hinaus treiben, sie quasi überladen um ihr eigentliches Ziel, eine mündige Gattung, zu erreichen. Jegliches Loblied auf diese Welt bringt nur die Wiederholung des Immer selbigen, des ewigen Kreislaufs von Leben und Tod, Aufstiegs und des Niedergangs, der alten Scheiße also, die Marx zurecht auf dem Müllhaufen der Geschichte zu verorten suchte und dennoch scheiterte. War es früher die Kirche die auf Papst und Kaiser sang und doch nur unsäglich jaulte, so sind es heute die sich progressiv gebenden Kräfte die ihre Arien auf Völker und Biotope ( zur Utopie reicht´s halt einfach nicht mehr ) trällern und dabei im Weihrauch des Coffeshops am nächsten Judenmord werkeln. Hach ja, geschlagen ziehen wir nach Haus, unsere Enkel fechtens besser aus. Oder auch deren. Nun soll hier nicht der Führer mit dem Mullah gleichgesetzt werden. Die letzteren habens einfacher. Zwei Atombomben genügen um´s alte Problem zu lösen und anschließend die Welt in einen Bürgerkrieg jeder gegen jedem zu ziehen. Apokalypse statt Utopie. Brave new World.
Die Welt steht am Rande eines erneuten antisemitischen Stahlgewitters. Kann es da Hoffnung geben? Darf es da Hoffnung geben, für eine Welt, die erst 60 Jahre nach Auschwitz erlebt hat, 6 Dekaden, die mit Dschungelkämpfen für Volk, Vaterland und Dosenbier für alle, verschwendet wurden? Adornos Ahnungen, Adornos Furcht vor dem, was er 40 Jahre zuvor auf die Welt zukommen sah und sie zu warnen suchte hat sich vollstes bestätigt. Die Bewegung ist erwacht. Sie ist wohlauf. Sie tourt durch die Welt. Lockt sowohl Hippies als auch Holocaustleugner an. Gibt sich grün und ist es wohl auch. Dabei ist es egal wie die Charaktermasken der Bewegung heißen. Kim Jong-Il oder Ahmadinejad, Chavez oder Bin Laden, das sind nur lebendige Auswüchse des globalen Behemoths, des globalen Todestriebes, der erst die Juden dann sich selbst zu vernichten sucht und geil darauf ist sein eigenes Glied zu verspeisen. Am eigenem Widerspruch wird das Unwesen untergehen, das stand schon vor seiner Geburt fest, was aber nicht feststeht ist der Todeskampf dem es aus ficht. Der Kurs seines Todestanzes dem „es“ einschlägt. Die Gattung steht vor der Entscheidung. Die Spaltung die einst vor Äonen vor Jahren begann ist auf ihrem Höhepunkt. Doch anders als Marx es erwartete steht nicht die Weltrevolution an der Tagesordnung, nicht der alberne Kampf zweier Klasse bevor, das hat sich ins undefinierbare verzogen, evtl. endgültig erledigt. Es steht etwas an was keiner ahnte. Der Krieg des sozialen Es gegen das soziale Ich, der Kampf zwischen Gesellschaft und Gemeinschaft. Zwischen Horde und Staat, der zwischen Leviathan und Behemoth. Marx konnte niemals wissen, dass all die bisherige Geschichte nicht der Kampf zwischen Klassen war, sondern etwas grundsätzlicher, der zwischen Es und Ich. Meister und Sklave sind nur Formen dieses Krieges.
Was bleibt übrig? Hoffnung auf eine neue Runde? Oder aber die Zuversicht, dass der US Army das gelingt, was dem Proletariat verwehrt blieb, nämlich die Aufklärung militant durchzusetzen und Bedienungen zu Schaffen für eine wahrhaft menschliche Welt. Keine perfekte Welt, aber zumindest im bestem bürgerlichem Sinne eine freie Welt. Besser als Nichts.

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